Energieberater werden: Ablauf, Voraussetzungen & dena-Listung
Kurz gesagt: Um als Energieeffizienz-Experte („Energieberater“) für Förderprogramme des Bundes tätig zu sein, erfüllen Sie die Voraussetzungen nach § 88 GEG, absolvieren eine nach dem dena-Regelheft anerkannte Ausbildung (Basis- + Vertiefungsmodul), bestehen die Abschlussprüfung und tragen sich in die Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes ein. Der Weg dauert berufsbegleitend rund drei Monate.
Stand: Juli 2026 · Verfasst von Dr.-Ing. Daniel Salloch, eingetragener Energieeffizienz-Experte (dena).
In 6 Schritten zum eingetragenen Experten
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1
Voraussetzungen prüfen (§ 88 GEG)
Die Ausstellungsberechtigung regelt § 88 GEG. In der Regel genügt ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss in Architektur oder Ingenieurwesen. Andere Berufsgruppen (z. B. Handwerksmeister, staatlich geprüfte Techniker) können ebenfalls teilnehmen, benötigen laut dena-Regelheft aber einen erweiterten Ausbildungsumfang.
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2
Basismodul absolvieren (80 UE)
Das Basismodul bildet das gemeinsame Fundament für Wohn- und Nichtwohngebäude und ist nach dem dena-Regelheft anerkannt. Es vermittelt Bauphysik, Bilanzierung und die methodischen Grundlagen.
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3
Vertiefungsmodul Wohngebäude absolvieren (40 UE)
Das Vertiefungsmodul führt zur fachlichen Listungsfähigkeit für Wohngebäude – von der DIN V 18599 über den iSFP bis zur energetischen Baubegleitung.
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4
Abschlussprüfung bestehen
Die im Regelheft vorgesehene Abschlussprüfung weist Ihre Qualifikation nach und ist Voraussetzung für die Eintragung.
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5
In die Energieeffizienz-Expertenliste eintragen
Den Eintrag beantragen Sie über die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (Betrieb: dena). Dort reichen Sie die Nachweise zu Ausbildung und Prüfung ein und werden nach Prüfung öffentlich gelistet.
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6
In die Praxis starten
Als gelisteter Experte erstellen Sie individuelle Sanierungsfahrpläne (iSFP), stellen Energieausweise aus und begleiten förderfähige Maßnahmen über BAFA und KfW. Ihr Portfolio können Sie später um die Ökobilanzierung (LCA) für den klimafreundlichen Neubau erweitern.
Die Ausbildung beim energieberaterzentrum
Basis- und Vertiefungsmodul als Kombi-Paket (2.250 €, mit Platzgarantie) – 100 % Online-Live unter der Leitung von Dr.-Ing. Daniel Salloch.
Häufige Fragen
Wie wird man Energieberater bzw. Energieeffizienz-Experte?
Man erfüllt die Voraussetzungen nach § 88 GEG (meist Hochschulabschluss in Architektur oder Ingenieurwesen), absolviert eine nach dem dena-Regelheft anerkannte Ausbildung aus Basis- und Vertiefungsmodul, besteht die Abschlussprüfung und trägt sich anschließend in die Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes ein.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Für die Ausstellungsberechtigung nach § 88 GEG genügt in der Regel ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss in Architektur oder Ingenieurwesen. Für andere Berufsgruppen (z. B. Handwerksmeister, Techniker) sieht das dena-Regelheft einen erweiterten Ausbildungsumfang vor. Den genauen Wortlaut finden Sie in § 88 GEG.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Berufsbegleitend etwa zehn Wochen: Das Basismodul (80 UE) und das direkt anschließende Vertiefungsmodul Wohngebäude (40 UE) finden freitags nachmittags und samstags statt.
Wo trage ich mich für die dena-Listung ein?
Der Eintrag erfolgt über die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes. Dort stellen Sie den Antrag und weisen Ausbildung und Prüfung nach.
Brauche ich die Listung für iSFP, Energieausweise und Förderung?
Für die geförderte Energieberatung (BAFA-EBW/iSFP) und die Effizienzhaus-Begleitung (KfW) ist die Listung Voraussetzung. Energieausweise nach GEG dürfen darüber hinaus alle nach § 88 GEG Ausstellungsberechtigten erstellen.
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